Ein richtiges Ausmessen der Wandöffnung vor dem Kauf der Türen und Zargen ist zwingend notwendig. Ausgehend von einem Rohbau wird der „nackte“ Durchgang vermessen. Sie ermitteln die Höhe, Breite, Wandstärke und die Anschlagrichtung.
Benötigte Materialien und Werkzeuge für das Aufmaß
Zollstock
Wasserwaage
Stift und Papier
1. Die DIN-Maße von Türen
Das Türblatt wird in DIN-Maße eingeteilt. Sie bestimmen in Abhängigkeit Ihrer Messungen die korrekte Größe des Türblattes. Dafür ist die Höhe und Breite relevant. Messen Sie beide Werte an mehreren Stellen der Wandöffnung. Ausschlaggebend ist jeweils der kleinste gemessene Wert. Dieser bestimmt welche Normgröße das Türblatt haben muss.
Für das Aufmaß empfiehlt es sich, eine grobe Skizze anzufertigen, damit Sie die Werte für Höhe, Breite und Wandstärke daneben notieren können.
2. Ausmessen der Höhe
Messen Sie an zwei verschiedenen Punkten. Messen Sie von der Oberkante des Fußbodens bis zur Unterkante des Mauerwerks oben. Bei der Messung der Höhe müssen Sie die Stärke des fertigen Bodenbelags einrechnen. Die Belagsstärke des Parketts, Laminats etc. müssen Sie von der Gesamthöhe der Maueröffnung abziehen. Nehmen Sie bei der Messung den kleinste Wert auf wenn die gemessenen Werte in verschiedenen Größenbereichen liegen.
Höhe Ihrer Wandöffnung Passendes Türblattmaß
2000 – 2020 mm 1985 mm
2125 – 2145 mm 2110 mm
3. Ausmessen der Breite
Auch bei der Messung der Breite ermitteln Sie mehrere Werte. Einmal im oberen Drittel dann im Bereich des Schlosses und im unteren Drittel. Ausschlaggebend ist auch hier der kleinste Wert, anhand dessen das Türblatt ausgewählt wird.
Breite Ihrer Wandöffnung Passendes Türblattmaß
625 – 655 mm 610 mm
750 – 790 mm 735 mm
875 – 915 mm 860 mm
1000 – 1040 mm 985 mm
4. Ausmessen der Wandstärke
Für die Auswahl der richtigen Zargengröße ist der Wert der Wandstärke notwendig. Die Messung wird an insgesamt 6 Punkten vorgenommen: im oberen Drittel, in der Mitte und im unteren Drittel jeweils auf beiden Seiten.
ACHTUNG: Anders als bei der Höhe und Breite wird hier der größte der gemessenen Wert für die Wandstärke genommen.
Rechnen Sie auch hier den Belag der später auf die Wand gebracht werden soll mit ein. Der Wert des Wandbelags wird zu der Wandstärke addiert.
5. Abgleich der Messungen und Anschlagrichtung
Nach Ihrer Messung an allen Stellen gleich Sie diese mit den jeweiligen DIN-Maßen (Höhe, Breite) sowie den individuellen Herstellerangeben (Wandstärke) ab.
Zu den gemessenen Werten kommt noch ein weitere Wert hinzu nämlich der für die Anschlagrichtung (DIN-Richtung). Die Richtung sagt aus, an welcher Seite die Türbänder befestigt sind. Wird eine DIN-Links Tür aus der sich zu öffnenden Seite betrachtet so sitzen die Scharniere Links und der Türgriff befindet sich rechts. Bei einer DIN-Rechts Tür genau andersherum, dabei gilt weiterhin das die Tür aus der sich zu öffnenden Seite betrachtet wird.
Welche Anschlagrichtung für Sie geeignet ist kommt auf Ihre individuelle Raumsituation an. Achten sollten sie aber darauf das z.B. Lichtschalter nicht durch die Tür verdeckt werden und dass sich die Tür um mindestens 90 Grad öffnen lässt. Fast alle Türen werden vom Flur in das Zimmer geöffnet.